Handball hilft Helfen
 
Spendenkonto:
Förde Sparkasse
Renate Butler
Stichwort: Handball hilft Helfen
Kto.-Nr.: 1000529790
BLZ: 21050170

Opa ist gestorben

   
Opa ist gestorben. Jenny vermisst ihren Opa sehr und muss ganz viel weinen. Eigentlich möchte sie jetzt, dass ihre Mama sie in den Arm nimmt und sie tröstet. Doch Mama weint selbst den ganzen Tag, weil Opa doch ihr Papa ist und der ist jetzt einfach nicht mehr da.  
Jenny ist verwirrt. Wie soll sie Mama trösten, sie ist doch selber so traurig. Und sie schämt sich, weil sie ja noch einen Papa hat und Mama nun nicht mehr, und sie sich aber trotzdem ganz allein fühlt …
Traurig, einsam, verwirrt und mit sich ganz allein fühlen sich Kinder, wenn sie mit dem Tod in Berührung kommen. Die erste Begegnung mit der dunklen Seite des Lebens kommt meist ganz unverhofft und die wenigsten Eltern und Angehörigen sind auf diesen Moment vorbereitet. Auch Lehrer, Erzieher, Freunde oder ältere Geschwister sind mit dieser Situation überfordert, oft trauern sie selbst oder sind so mit den Vorbereitungen der Trauerfeier oder der Regelung des Nachlasses beschäftigt, dass die Betreuung des Nachwuchses in den Hintergrund tritt.
Dazu kommt, dass viele Kinder ihre Trauer gar nicht richtig ausleben, sich verschließen oder scheinbar zum normalen Leben übergehen. Doch eine richtige Verarbeitung des Verlustes findet nicht statt.
 
Kerzenschale
© Trauernde Kinder Schleswig-Holstein e.V.
  Kindern einen Raum zu geben, in dem sie ihre Trauer ausleben können, das ist das Anliegen des Vereins Trauernde Kinder Schleswig-Holstein e.V..
Die ehrenamtlichen Helfer kümmern sich hier bei den Gruppentreffen um Kinder und Jugendliche, die einen nahen Angehörigen oder Freund verloren haben. Dabei ist es den Verantwortlichen wichtig, dass jedes Kind einen persönlichen Ansprechpartner unter den Erwachsenen hat.
Wie jedes Kind seine Trauer in der Gruppe verarbeitet ist ihm überlassen. Hier kann gespielt, getobt, geweint, gelacht, gekuschelt, geredet aber auch geschwiegen werden. Rituale am Anfang und am Ende eines jeden Treffens geben Kindern eine Kontinuität und Sicherheit.
Kinder in ihrer Trauerarbeit zu unterstützen, zu begleiten und für sie da zu sein, das sind die Ziele des Vereins. Als Therapie ist die Arbeit nicht zu verstehen. In der Kieler Lerchenstraße hat der Verein seinen Sitz und den Gruppenraum für die Treffen. Hier sollen die Kinder Abschied nehmen können und mit ihrer Trauer positiv umzugehen lernen.
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